Musikverein Neuerburg 1821

Musik verbindet uns seit 200 Jahren

Historische Höhepunkte unserer Vereinsgeschichte - Teil 2


Medaillen an unseren Vereinsfahnen

Beitrag vom 19. September 2021

Vor zwei Wochen haben wir die Rochusprozession in Neuerburg musikalisch begleitet. Vorweg geht die Fahnengruppe mit Schellenbaum und unserer aktuellen Vereinsfahne. Die Fahnengruppe begleitet uns bei kirchlichen und weltlichen Prozessionen und Mär-schen. Nicht zu überhören ist dabei, dass an der Fahne die zahlreichen Medaillen und Auszeichnungen aneinanderstoßen und ein Klimpergeräusch verursachen. Heute möchten wir darüber berichten, um welche Medaillen es sich im Einzelnen handelt.

Medaillen der alten Vereinsfahne von 1953:


Medaillen der neuen Vereinsfahne von 1991:


Traditionelle Rochusprozession am Kirmes-Sonntag

Beitrag vom 5. September 2021

Am heutigen Kirmes-Sonntag durften wir seit langem wieder eine Prozession begleiten. Der Kirmes-Sonntag beginnt mit dem feierlichen Hochamt und der traditionellen Rochusprozession, die auf die Bittprozession des Pestjahres 1636 zurückgeht.

Der Dreißigjährige Krieg bringt im Jahre 1636 zum zweiten Male die Pest nach Neuerburg, die solche Ausmaße annimmt, dass ein eigener Pest-Friedhof nebst Kapelle in der Wallerbach für die an der Pest Verstorbenen errichtet werden muss. In ihrer Verzweiflung angesichts der vielen Pesttoten geloben die Neuerburger damals, alljährlich eine Prozession zu Ehren des Heiligen Rochus durchzuführen, sobald die Pest in Neuerburg ein Ende nimmt. Aus dieser Zeit leitet sich die „Kleine Prozession“ ab, die auch heute noch zur Kirmes in Neuerburg, und zwar am ersten Sonntag im September, in die Weiherstraße geht, wo ein Altar aufgestellt wird. Der Weg führt von der Pfarrkirche über die Hohlgasse am Alten Gericht hoch und den Weiher runter bis zum reich geschmückten Altar. Weiter geht es durch die Graf-Diedrich-Straße über den Marktplatz bis zur Pfarrkirche. Dabei sind die Straßen mit bunten Fahnen geschmückt. Der Musikverein und die Gemeinde ziehen durch das Nordportal in die Kirche ein. Über dem Nordportal befindet sich der Heilige Rochus, eine Holzfigur aus dem 17. Jahrhundert, zusammen mit den Figuren des Heiligen Nikolaus und des Heiligen Bernhard.

Es war früher üblich, dass dem „Himmel” mit dem Allheiligsten der Stadtrat und die Vereine der Stadt folgen. Zusätzlich trugen drei Kommunionkinder in ihren weißen Kleidern und mit weißen Handschuhen die Symbole Glaube, Liebe und Hoffnung in Form eines Kelches, eines Ankers und eines Kreuzes. Diese wurden in den 1920-iger Jahren von Josef Schmitz (Haase Jusep) erschaffen. Zur Zeit werden die drei Symbole von unserem Tubisten Norbert Klinkhammer überarbeitet. 


Rückblick auf das Wunschkonzert des Musikvereins Neuerburg 1821 e.V. im Rahmen des 42. Musikalischen Sommers in Neuerburg


Beitrag vom 29. August 2021

Open Air der Blasmusik in Daleiden 2021Open Air der Blasmusik in Daleiden 2021

Am vergangenen Freitag, 27. August 2021, durften wir endlich wieder vor heimischem Publikum auf dem Marktplatz in Neuerburg auftreten.  Am Sonntag zuvor hatten wir unseren ersten Auftritt in 2021 im Rahmen des Open Air der Blasmusik in Daleiden, bei dem wir uns erstmalig in unseren neuen roten Poloshirts präsentierten. 


 

Unser Konzert im Rahmen des Musikalischen Sommers haben wir im Vorfeld als „Wunschkonzert“ beworben. Viele Neuerburger ließen es sich nicht nehmen, eines der Musikstücke für jemanden auszuwählen oder durften ihr musikalisches Talent sogar an der ‚Dicken Trommel‘ oder als ‚Dirigent‘ ausprobieren. So kamen in Summe rund 600 € für die Hochwasserhilfe in Neuerburg zusammen, die der Musikverein im Rahmen des Helferfestes am kommenden Wochenende überreichen wird.

„Trotz weniger Wochen Probenarbeit haben wir uns hervorragend präsentiert“, sagt Matthias Schons, Dirigent des Musikvereins Neuerburg 1821 e.V. und freut sich darüber, dass trotz widriger Witterungsbedingungen nach dem ersten Teil des Konzerts viele Zuhörer dem Musikverein treu und bis zum Ende des Konzerts vor dem Regen geschützt unter den Schirmen auf dem Marktplatz blieben.


Über den Musikalischen Sommer in Neuerburg

Beitrag vom 22. August 2021

Die Vorläufer der Konzertreihe 'Musikalischer Sommer Neuerburg' gehen zurück auf das Jahr 1958. Immer wieder gab es Ansätze, um unsere Feriengäste in unserem schmucken Städtchen willkommen zu heißen und zu unterhalten. Leider geben die Aufzeichnungen des Musikvereins nicht her, ob die Konzerte stattgefunden haben. 

Zeitungsausschnitt 1958Zeitungsartikelt im Trierischen Landboten vom 25. Februar 1958

1965 gibt es Überlegungen an sonnigen Tagen auf dem Marktplatz Konzerte zu geben und es soll vor allem bei der Begrüßung und Verabschiedung größerer Reisegruppen gespielt werden. Beispielhaft erwähnt das Konzert am 24. April 1966 im Hotel „Zur Stadt Neuerburg“ (Hotel Welter) für die Gäste aus Habay-la-Neuve in Belgien.

Ab 1969 verlegen abwechselnd der Musikverein, der Männergesangverein und der Kirchenchor ihre Proben in den Saal des Hotels „Zur Stadt Neuerburg“ (Hotel Welter) und laden die Feriengäste - jeweils mittwochs abends – dazu ein.

Bei der Generalversammlung im Jahr 1971 wird dann beschlossen, dass die Proben des Musikvereins bei gutem Wetter während der Sommerzeit in den Anlagen des „Kölner Hofs“ abgehalten werden. 

1980 einigen sich die Initiatoren des „Musikalischen Sommers“, der MV Neuerburg 1821 e.V. und der Fremdenverkehrsverein der Stadt, darauf die Konzerte vom „Hotel zur Stadt Neuerburg“ (Hotel Welter) auf den neugestalteten Marktplatz zu verlegen, dem eine erstaunlich gute Akkustik zuerkannt wird. Aber auch an weiteren Stellen der Stadt sollen Konzerte stattfinden, so wie in der Anlage der Eligiuskapelle, der Burganlage und des Burgfrieds. Mittwochs finden in der Pfarrkirche St. Nikolaus kirchenmusikalische Konzerte statt. Ebenso gibt es im Sommer ein Wunschkonzert mit dem Männergesangverein. 
Beginn des „Musikalischen Sommers“ ist, wie bis heute beibehalten, das Johannisfest des MV Neuerburg 1821 e.V. am Wochenende vor oder nach dem „Gehaanstag“ - Ende Juni. Das Programm bietet viele abwechslungsreiche musikalische Beiträge und läuft bis in den Herbst hinein, bis zur Neuerburger Kirmes. Von professionellen Musikern und Sängern bis zu großen und kleinen Hobby-Tänzern, sowie Entertainern aus der Region und dem benachbarten Ausland. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Konzertabende an den Sommerabenden erfreuen sich nach wie vor bei Jung und Alt großer Beliebtheit. 

Hoffentlich lässt es Corona im nächsten Jahr zu, dass wieder unbeschwert gefeiert werden kann.


Konzertreise des Musikvereins Neuerburg 1821 e.V. nach Wien 1979

Beitrag vom 8. August 2021

Die Konzertreise nach Wien anlässlich des Weltjugendmusikfestes vom 10. bis 17. August 1979 zählt zu den Höhepunkten in unserer nunmehr 200-jährigen Vereinsgeschichte. 

TV 1979Zeitungsartikel aus dem Trierischen Volksfreund vom 8. August 1979.

Um die Konzertreise für den Musikverein zu finanzieren, haben die Neuerburger einiges auf die Beine gestellt. Es werden damals unter anderem Feste (Johannisfest), ein Fußballturnier – auf Initiative des Karnevalsvereins - sowie eine Tombola (organisiert von Frau Müller und Frau Krämer) veranstaltet. Zudem werden private Spenden eingesammelt und der Kreis, die Verbandsgemeinde und die Stadt Neuerburg sagen finanzielle Unterstützung zu.

Mit zwei voll besetzten Bussen geht es am Freitag, den 10. August 1979 auf in Richtung Wien. Nach einer Übernachtung in Salzburg treffen wir samstags in Wien ein und dürfen  vor Ort ein gemeinsames Mittagessen mit den anderen Teilnehmern des Festes im Beisein des damaligen Wiener Oberbürgermeisters Leopold Gratz im Rathaus einnehmen.  Untergebracht sind wir im Jugendhotel „Europahaus“, wo wir nach dem Mittagessen unsere Zimmer beziehen. Um 16 Uhr finden wir uns bereits am Schloss Schönbrunn ein, um der Eröffnung des Jugendmusikfests beizuwohnen. 

Gruppenbild 1979Der Musikverein Neuerburg vor dem Jugendhotel „Europahaus“ in Wien im Jahr 1979.


Mit dem Abendessen im Sofiensaal endet der wohl anstrengendste Tag der Reise. Allerdings lassen es sich einige unserer Musiker nicht nehmen, den „Abend der Nationen“ zu besuchen. Mit von der Partie ist unser langjähriger Tubist Norbert Klinkhammer, der mit einer Jodeleinlage im Zelt sogar japanisches Publikum zu begeistern weiß. 

Sonntags spielen wir ein Platzkonzert im Benediktinerstift Altenburg. Nach der Rückfahrt besichtigen wir die Wiener Innenstadt. 

Am Montag unserer Konzertreise steht dann der musikalisch wichtigste Tag der Reise an - das Wertungsspielen in den Sofiensälen in der Marxergasse 17. Als Wertungsstücke spielen wir die „Serenata pathetica“ von Helmut Haase-Altendorf und ein großes Potpourri aus Irving Berlins Musical „Annie get your gun“. Wir schneiden im vorderen Mittelfeld ab, eine Platzierung, die uns unser Dirigent Helmut Klinkhammer zuvor nicht zutraute. Gerade unsere Tuba- und Hornregister ernten großes Lob von der international besetzten Jury. Zur Belohnung für das gute Wertungsspiel lassen wir den Tag abends auf dem berühmten Wiener Prater, einem der bedeutendsten Vergnügungsparks der Welt, ausklingen.

Der Dienstag steht dann voll und ganz im Zeichen des ORF-Konzertes. Vor dem Konzert werden die zahlreichen Kulturdenkmäler der Stadt Wien besichtigt. Dabei darf eine Fahrt mit dem Viaker (Kutschenfahrt) oder die Besichtigung des Stephansdoms mit seinem 137 Meter hohen Turm nicht fehlen. 


Am frühen Abend treffen wir im ORF-Gebäude ein, wo wir direkt mit der Technikprobe beginnen, bei der jedes unserer Instrumente mit Mikrofonen verkabelt wird. Von 19.30 Uhr bis 20.15 Uhr spielten wir einen Querschnitt aus unserem Repertoire. Auf dem Programm stehen neben dem Marsch „In der Eifel“, die „Schnick-Schnack-Polka", „Canzoni di Napoli” und vieles mehr. Das Publikum zeigt sich von unserer Leistung begeistert, was sich in den vielen geforderten Zugaben zeigt. Abends wird im Jugendhotel getanzt (Polonäse), gesungen und gefeiert.

Wien 1979Vorstellung des Jugendorchesters Neuerburg in dem Flyer des ORF-Konzertes am 14. August 1979.


Mittwochs fällt das Konzert im Jugendzentrum „Wien-Liesing“ wegen des Feiertages Mariä Himmelfahrt aus. Daher steht der Tag zur freien Verfügung. Während die über 18-Jährigen abends den „Heurigen” im Weinviertel Grinzing genießen, feiert die Jugend im Jugendhotel. Dies hat Folgen, denn die Erwachsenen machen bei ihrer Heimkehr gro-ße Augen als die Jugendlichen auf ihren gepackten Koffern vor dem Jugendhotel sitzen. Das mitgebrachte „Bitburger Bier” wurde zu sehr genossen. Mit Engelszungen redeten die Erwachsenen auf die Verantwortlichen des Jugendhotels ein, sodass wir unsere Zimmer wieder beziehen und bleiben dürfen.

Am Donnerstag bricht der letzte Tag unserer Konzertreise an. Vormittags genießen wir die Konzerte der Preisträger mit Siegerehrung. Danach geht es mit allen anderen Teilnehmern in einer großen Parade vom Heldenplatz zum Rathausplatz, wo die Abschlussveranstaltung, wiederum vom Gesamtorchester gestaltet, stattfindet. 


Am Freitagmorgen startet die Rückfahrt nach Neuerburg. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Olympiapark München, erreichen wir um ca. 22 Uhr unsere Heimat.

Wien 1979Der Musikverein Neuerburg vor dem Kunsthistorischen Museum in Wien im Jahr 1979.

 
Wir verabschieden uns mit diesem Beitrag nun eine Woche in die Sommerpause - der nächste Beitrag folgt am 22. August 2021!


Bei uns wird die Jugend auf Händen getragen

Beitrag vom 1. August 2021

Der Musikverein Neuerburg 1821 e.V. hat stets großen Wert auf die Ausbildung und Förderung junger Musiker und Musikerinnen gelegt. Neben der Vermittlung von Instrumentallehrern und Weiterbildungskursen, haben wir auch ein eigenes Jugendorchesters zur Förderung junger Musiker und Musikerinnen, die Spaß am gemeinsamen Musizieren haben. 

Seit dem Sommer 2019 treffen sich Kinder und Jugendliche aus Neuerburg und Umgebung, um gemeinsam Musik zu machen. Das Highlight in jedem Jahr ist das Jahreskonzert des Musikvereins bei dem das Jugendorchester mitwirkt. In diesem Jahr findet das Jahreskonzert am Samstag, 13. November 2021 in der Stadthalle Neuerburg statt.

Instrumente unseres Jugend- und Blasorchesters
Am 18. Juli 2021 hätten wir uns darauf gefreut, den kleinen und großen Besuchern im Anschluss an den Auftritt der ‚Klangpiraten‘ im Rahmen des Sommerheckmeck 2021, die Instrumente eines Blasorchesters vorzustellen. Da die Veranstaltung wegen des Hochwassers abgesagt werden musste, möchten wir dies nun digital nachholen. Unsere Jugendlichen Mirja und Leonie haben sich viel Mühe gegeben, Informationen zu den Instrumenten zusammenzustellen und diese zu zeichnen. Auf unserer Homepage unter Jugendorchester könnt ihr euch alle Instrumente anschauen.

Unser Jugendorchester freut sich über neue Mitglieder 
Wenn wir Dein Interesse geweckt haben, Du seit mindestens einem Jahr ein Blasinstrument oder Schlagzeug spielst und Spaß am Musizieren hast, dann melde Dich gerne per E-Mail oder komme einfach mit Deinem Instrument zu einer unserer Proben. Wir proben jeden Freitag von 18 bis 19 Uhr im Proberaum des Musikvereins in der Stadthalle Neuerburg. 


Kontakt des Jugendorchesters:
Hannah Roppes (Dirigentin des Jugendorchesters)
E-Mail: info@mv1821-neuerburg.de
www.mv1821-neuerburg.de

Es ist nie zu spät, um ein Instrument zu erlernen!
Wir freuen uns auch über junggebliebene Erwachsene, die sich im Erwachsenenalter noch musikalisch verwirklichen und ein Blasinstrument erlernen möchten oder in ihrer Kindheit mal ein Instrument erlernt haben und es wieder zum Klingen bringen möchten. Es ist nie zu spät für das gemeinsame Musizieren! Unsere Vorstandsmitglieder oder unser Dirigent freuen sich bei Interesse über eine Nachricht.


Die ältesten Noten des Musikvereins Neuerburg 1821 e.V.

Beitrag vom 25. Juli 2021

Wir sind nicht nur der älteste Musikverein von Rheinland-Pfalz und im Besitz der ältesten Fotografie eines Musikvereins in Deutschland, sondern dürfen auch stolz sein auf die ältesten Noten unseres Vereins. Der handgeschriebene Notensatz ist noch heute nahezu unversehrt in unserem Besitz. Es handelt sich dabei um eine Abschrift der Originalkomposition des belgischen Komponisten Ed. van Buggenhout (J.-F. Édouard van Buggenhout) durch Josef (Joseph) Sartorius, der von 1857 bis 1872 Dirigent des Musikvereins war.

Der Trompeter Johann Ambros, der Tubist Carl Johanns und der Schlagzeuger Nikolaus
Bettingen schrieben ihre Stimmen selber.

Pot-Pourri National LuxembourgeoisPot-Pourri National Luxembourgeois

Eduard van Buggenhout (geb. 1818 in Brüssel) war Dirigent, Komponist und Arrangeur für Symphonie-Orchester. Im Jahr 1852 veröffentlichte er unter dem Namen ‚Le Métronome’ eine Serie von Musikstücken für Symphonie-Orchester. Ein Teil daraus ist das ‚Potpourri sur les aira populaires Luxembourgeois’. Zu dieser Zeit war er Direktor der Société Philarmonique d’Arlon. Bis 1815 gehörte Neuerburg zu Luxemburg. Erst auf dem Wiener Kongress wurde Neuerburg mit den östlich von Our und Sauer liegenden luxemburgischen Territorien vom Stammland abgetrennt und Preußen zugeschlagen. Das ‚Pot-Pourri National Luxembourgeois par Ed. van Boaggenhout‘ ist ein Strauß luxemburgischer Volkslieder, unter anderem De Marlbruck geet a Flandren, Hopp Mariännchen, De komp Kueb, Ech sinn e groussen Hexenmeeschter, Zu Aarel op der Knippchen, Berelenk-lenk-berelerelenk, Au clair de la lune und Den Hämmelsmarsch. Es ist auch heute noch eine luxemburgische Tradition, dass einheimische Musikvereine mit dem Hämmelsmarsch durch die Gemeinde ziehen, um entweder zur Kirmes einzuladen oder auf die Haussammlung aufmerksam zu machen. 

Die Besetzung für das ‚Pot-Pourri National Luxembourgeois‘ entspricht einem Oberstufenorchester, wenn nicht sogar einer Militärkapelle. Vergleicht man die ältesten Noten des Vereins von 1859 mit dem Foto von 1857, so kann man erkennen, dass es sich um ein Harmonie-Orchester mit einer opulenten Besetzung handelt.

Besetzung: Partie direction sib, Flauto in Es, Clarinetto in Es, Clarinetto 1-4, Bugle 1 sib, Bugle 2 sib mit Transposition nach F, Tromba 1 mib, Tromba 2 mib, Piston 1 sib, Piston 2 sib, Bugle Alto 1, Bugle Alto 2, Bariton statt Alto 2, Cor 1 mib, Cor 2 mib, Tenorhorn statt Trombone 1, Tenorhorn statt Trombone 3, Trombone 2 in sib, Trombone 3 in sib, Tuba 1 sib, Tuba ut, Caisse roullante, Große Caisse, Triangle

Über Josef Sartorius

Josef (Josephus) SartoriusJosef (Josephus) Sartorius

Der Arrangeur Josef (Josephus) Sartorius (geb. 1826 in Neuerburg) war Lehrer von Beruf, bedeutender Organist und Dirigent des Musikvereins Neuerburg 1821 e.V. (1857-1872). Seine Eltern waren Tilmann Josef Sartorius (1796-1860) und Anna Müller (geb. 1797), die beide aus Neuerburg stammten. 

Am 26. April 1879 heiratet Josef Sartorius Maria Margaretha Thomé. Nach einem größeren Streit im Jahr 1872 unter den Neuerburger Vereinen trat er als Dirigent zurück und wurde Dirigent der neu gegründeten Liedertafel. Sein Nachfolger als Dirigent des Musikvereins wurde der Gastwirt Carl Johanns. In Folge dieser Turbulenzen hat sich die ‚Neuerburger Musik‘ – wie der Musikverein damals genannt wurde – am 1. Mai 1872 umbenannt in Musikverein ‚Concordia‘.



Unser Geburtstagsständchen anlässlich unseres 200. Geburtstags am vergangenen 15. Juli ist im wahrsten Sinne des Wortes ‚ins Wasser gefallen‘!

Beitrag vom 18. Juli 2021

Erst sind unsere Planungen durch Corona beeinträchtigt, weshalb wir uns gezwungen sahen, unser von langer Hand geplantes Jubiläums-Wochenende auf das Wochenende vom 13. bis 15. Mai 2022 zu verlegen, und dann wird auch noch ausgerechnet an unserem Gründungsdatum unser schöner Stadtkern überflutet. 

Wir haben kaum Worte für das, was die Neuerburger in diesen Tagen durchmachen müssen, aber wir möchten mit ein paar Tönen aufheitern. Es werden wieder Tage und Nächte kommen, in denen wir gemeinsam feiern können. Wir möchten mit diesem Video nicht die derzeitige Situation unserer Mitmenschen schmälern, sondern euch Mut, Kraft und Zuversicht senden. Ihr werdet immer auf uns im Musikverein Neuerburg 1821 e.V. zählen können!

Wir danken hiermit allen Mitmenschen, die sich bei den Aufräumarbeiten in und um Neuerburg beteiligt haben, und damit allen Betroffenen sowie allen Helferinnen und Helfern, die unermüdlich im Einsatz sind, unter die Arme gegriffen haben.

Haltet durch! Euer Musikverein Neuerburg 1821 e.V.


 Am 15. Juli feiern wir unseren 200. Geburtstag 

Beitrag vom 11. Juli 2021

Unter dem Motto „Musik verbindet uns seit 200 Jahren“ feiern wir in diesem Jahr unser 200-jähriges Jubiläum. Damit sind wir der älteste Musikverein in Rheinland-Pfalz und können auf 200 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken.

Der 15. Juli 1821 ist das offizielle Gründungsdatum des Musikvereins Neuerburg 1821 e.V., weshalb wir genau 200 Jahre später, nämlich am kommenden Donnerstag, den 15. Juli 2021 ab 19.30 Uhr, ein Geburtstagsständchen an der Mariensäule auf dem Marktplatz Neuerburg spielen werden.
Wir möchten die Gelegenheit nutzen, auch auf die Instrumentenvorstellung durch die Mitglieder des Musikvereins im Anschluss an das Mitmach-Konzert der Klangpiraten (Sommerheckmeck 2021) am Sonntag, 18. Juli ab 16.00 Uhr aufmerksam zu machen. Wir würden uns freuen, möglichst vielen Besuchern die Vielfalt der Instrumente eines Blasorchesters näherzubringen. Die Jugendlichen des Musikvereins haben sich große Mühe gegeben, Informationen über die verschiedenen Blasinstrumente zusammenzustellen.


13. Weltsymposium (World Music Contest) der Blasmusik in Kerkrade (Niederlande) 1997

Beitrag vom 4. Juli 2021

Als unser jetziger Ehrendirigent Danny Heuschen das musikalische Zepter als Dirigent des Musikvereins im Jahr 1994 übernimmt, kommt frischer Wind in den Verein. Er hat sich kein geringeres Ziel gesetzt als mit uns an den inoffiziellen ‚Weltmeisterschaften der Blasmusik‘ teilzunehmen. Nach der erfolgreichen Qualifikation beim Wertungsspielen im Rahmen des Bundesmusikfestes in Münster im Jahr 1995, treten wir im Jahr 1997 in der 3. Kategorie im Wertungsspielen beim ‚Weltsymposium der Blasmusik‘ in Kerkrade an und können uns mit Orchestern aus der ganzen Welt messen. Über sechs Monate und in penibler Kleinarbeit bereitet Danny das Orchester in unzähligen Register- und Gesamtproben hervorragend auf diesen einzigartigen Kontest vor. 

Unser damaliger Erster Vorsitzender und früherer Dirigent Helmut Klinkhammer kann für die Teilnahme an diesem Wettbewerb einige ehemalige Musiker und Musikerinnen aktivieren.

Kerkrade 1997Auch für die Jugendlichen des Musikvereins ist die Teilnahme am World Music Contest in Kerkrade ein unvergessliches Erlebnis.

Wie in Münster ist auch in Kerkrade die Anspannung der über 80 Musiker vor dem Wertungsspiel entsprechend hoch. Nach dem Pflichtwerk ‚Songs of the West‘ von Gustav Holst/ Jim Curnow wird das Wahlwerk ‚The Ascension‘ von Robert Smith zum besten gegeben. Dazu stimmt unser Schlagzeuger Klaus Berlingen schon lange vor dem Wertungsspiel die Gläser mittels Pipette in die einzelnen Tonlagen. Kurz vor dem Auftritt jedoch stößt einer unserer fünf Tubisten unabsichtlich gegen die Gläser, sodass Wasser aus den Gläsern schwappt und Klaus die Gläser rechtzeitig vor dem Start des Wertungsspiels mit einigen Schweißperlen auf der Stirn erneut stimmen muss.

Kerkrade 1997Aufnahme aus dem Jahr 1997 während des Wertungsspielens in Kerkrade (oben links auf dem Klavier die gestimmten Gläser).

Während des Wertungsspielens wächst das Orchester des Musikvereins Neuerburg 1821 e.V. dann über sich hinaus und wir wissen auch hier die Jury mit einem ausgezeichneten Ergebnis zu überzeugen. Groß ist die Freude, aber auch die Erleichterung, als verkündet wird, dass wir beim Wertungsspiel einen ersten Preis mit 96 von 100 möglichen Punkten erreicht haben.


Auf der Rückfahrt von Kerkrade nach Neuerburg, kehrt der Musikverein im Heimatort unseres damaligen Dirigenten Danny Heuschen in Eynatten ein. Bei der Ankunft in Neuerburg werden wir wie Weltmeister in unserem damaligen Stammlokal im Hotel Zur Stadt Neuerburg von  Hannelore und Peter (Pitchen) Welter empfangen. Dort feiert der Verein bis in die frühen Morgenstunden!